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LAUTLOS“ – wenn Schweigen zum Schrei wird: 
Ein bewegendes Theaterereignis

Was bedeutet es, wenn Schweigen zur Waffe wird?

 

Das Theaterstück „Lautlos“, das am 15.07.2026 in der OGS Langenfeld der Peter-Härtling-Schule Premiere feierte, gab darauf eine Antwort, die das Publikum bis ins Mark erschütterte und gleichzeitig mit Hoffnung erfüllte. Das große Interesse und die Relevanz dieses Themas zeigten sich bereits im Vorfeld.

 

Die Idee, das sensible und schwierige Thema Mobbing in den Fokus einer Theaterarbeit zu rücken, stammte von der OGS-Leiterin des Kinderschutzbundes Langenfeld e.V., Sabina Berberovic, in Zusammenarbeit mit der Schulleitung Katja Linder. In intensiven Abstimmungen mit Regisseur Ferhaht Kaleli entstand ein Drehbuch, das 21 Kindern im Alter zwischen 7 und 10 Jahren eine Bühne gab, um schauspielerisch über sich hinauszuwachsen.

 

In zahlreichen Diskussionen und Gruppengesprächen wurde das Thema Mobbing gemeinsam erarbeitet, aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und kritisch hinterfragt.

 

Beginnend mit dem schleichenden Prozess der Ausgrenzung und Isolation zeigt die Hauptdarstellerin „Mila“ in stillen Traumsequenzen und einer kraftvollen tänzerischen Darstellung ihren Schmerz. Ihre Gegenspielerin „Stella“ überzeugt durch ihre kaltherzige und manipulative Art, erkennt jedoch im Verlauf des Stückes, dass Mobbing keine Stärke, sondern eine Form von Schwäche ist. Dieser innere Wandel wird zum moralischen Wendepunkt der Handlung.

 

Eine besondere Rolle übernimmt die Lehrkraft. Sie steht bewusst stellvertretend für alle Erwachsenen und wird überspitzt dargestellt. Diese Inszenierung soll wachrütteln und den Blick darauf lenken, wie häufig Warnsignale übersehen, Probleme unterschätzt oder Betroffene mit ihrem Leid allein gelassen werden. Die Figur macht deutlich, dass Erwachsene eine entscheidende Verantwortung tragen, hinzusehen, zuzuhören und zu handeln.

 

Der Schlussmonolog des Beobachters verlieh der Handlung einen besonders eindringlichen Nachdruck. Kein Auge blieb trocken. Publikum und Darstellende wurden gleichermaßen daran erinnert, dass Wegschauen und Gleichgültigkeit in unserer Gesellschaft keine Option sind.

 

Belohnt wurde die großartige Leistung der jungen Akteurinnen und Akteure mit tosendem Applaus und überwältigend positivem Feedback.

 

Für den Regisseur war es „das größte Geschenk zu sehen, wie die Kinder durch das Theater eine Sprache für das gefunden haben, was im Alltag oft unsagbar bleibt. Das Stück ist ihr Erfolg, und er ist unendlich stolz auf jedes dieser 21 Kinder.“

Infos aus der Theater AG

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